Jeder zahlt drauf
von Charles Bukowski
Stories über: Verlierer, Alkoholiker, Hochstapler, Penner, Erfolglose, Looser, Taugenichtse, Mörder, Schnorrer, Junkies, Trottel, Lügner, Träumer, Hoffnungslose, Idioten, Gangster und Säufer.
Ich mag Bukowski weil seine Geschichten ehrlich, dreckig und realistisch sind. Er beschreibt die Welt wie er sie sieht. Immer ein Stück autobiographisch. Seine Charaktere leben in den Tag hinein, denken nicht weit voraus und garnicht zurück. Die Vergangenheit ist tot, die Zukunft wird schon werden, der Moment zählt und das nächste Bier. Frauen, Alkohol und Pferderennen sind für Bukowski eine nette Begleiterscheinung in einer Welt voller Scheiße. Doch seine Charaktere heulen nicht. Sie beschweren sich nicht. Sie packen an. Gehen malochen. Ackern. Kämpfen oder betrinken sich.
Die Sprache, die Bukowski benutzt, ist simpel. Fremdwörter Fehlanzeige. Die Kurzgeschichten kaum länger als 10 bis 15 Seiten. Dialoge sind ausschweifend, aber straight und direkt. Es wird nicht viel geschwafelt, sondern gleich auf den Punkt gekommen. Und verweilt man auch. Die Charaktere hauen sich so lange Wahrheiten an den Kopf bis einem die Tränen kommen. Vor Lachen oder vor Entsetzen. Obwohl die Thematik immer sehr ähnlich ist, kann ich mich für jedes neue Buch und jede neue Storie immer wieder begeistern. Bukowski kann wirklich fesselnd sein, obwohl ich denke, dass viele ihn nicht mögen werden.
“Du bist ein komischer alter Knacker. Siehst aus, als müsstest du schon unter der Erde sein und hast bloß vergessen zu sterben.” - aus “Entschuldigung”; Jeder zahlt drauf – Charles Bukowski









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